Kinderheim San Pedro Sula
Computerzimmer & Digitalisierung
Ein grosser Traum ist in Erfüllung gegangen: Dank der grosszügigen Unterstützung des Rotary Clubs Thusis haben unsere Kinder zwölf brandneue Computer erhalten! In unserem frisch eingerichteten Computerzimmer können sie nun täglich ihre Hausaufgaben erledigen und digitale Lernprogramme nutzen. Die Jüngsten üben begeistert das Zehnfingersystem und erhalten einen ersten Basisunterricht am Computer. Damit das Zimmer nicht nur technisch, sondern auch räumlich einladend wirkt, haben wir es umfassend erneuert: Einige Fussbodenplatten wurden ausgetauscht, die Wände wurden frisch gestrichen und der Raum wurde so in eine helle, freundliche Lernumgebung verwandelt. Besonders danken wir dem Volontärpaar Felix und Pia aus Domat/Ems. Sie haben nicht nur die Computer eingerichtet, sondern während ihres Aufenthalts in Honduras auch unsere gesamte Administrationsdokumentation eingescannt und digitalisiert. Ein riesiger Schritt in Richtung Zukunft!
Osterwoche
Auch in diesem Jahr war die Osterferienwoche ein Highlight! Unsere Kinder wissen bereits im Voraus, dass es zu Ostern bei uns ein Schwimmbecken, viel Spiel und eine erfrischende Abkühlung im Wasser gibt. Jeden Tag war zu hören, wie die Kinder lachten, planschten und jubelten. Ein Fest voller Leichtigkeit und Freude.
Babyshower für Cindy
Ein besonderer Moment war die Babyshower für Cindy, unsere liebe Erzieherin, die unsere Kinder bereits seit fünf Jahren mit viel Geduld, Herzlichkeit und Einsatz begleitet. Um ihr zu zeigen, wie sehr wir sie schätzen, haben wir gemeinsam ein fröhliches Fest organisiert. Es gab lustige Spiele, bei denen Gross und Klein mitgemacht haben, herzliche Geschenke und ein köstliches Buffet, das wir liebevoll zusammengestellt haben. Die Kinder halfen bei den Vorbereitungen mit, waren voller Vorfreude und hatten sichtlich Freude daran, Cindy mit kleinen Überraschungen zum Lachen zu bringen. Mit dieser Feier haben wir nicht nur Cindys treue Arbeit gewürdigt, sondern auch das neue Leben willkommen geheissen, das uns alle schon jetzt mit Freude erfüllt.
Marixa feiert 15 Jahre
Ein einmaliger Tag im Leben eines Mädchens in Lateinamerika ist das Quinceañera-Fest. Unsere Marixa hat dieses Jahr ihren 15. Geburtstag gefeiert. Obwohl sie eher schüchtern ist, stand sie an diesem Tag im Mittelpunkt: Es gab Spiele, Tanz und sogar einen Walzer mit ihrem Bruder Ángel. Ein Moment, den Marixa und wir nie vergessen werden.
Willkommen Ana –unsere neue Direktorin
Um das Team im Kinderheim zu verstärken und die Arbeit unserer Stiftung weiter auszubauen, dürfen wir Ana als neue Direktorin des Kinderheims begrüssen.
Ana ist 38 Jahre alt und bringt eine beeindruckende Ausbildung mit: Sie ist Professorin für Bildung mit Schwerpunkt Erziehungsberatung, hat ein Diplom in Hochschuldidaktik und einen Master in Personalmanagement. Mit diesem vielseitigen Wissen vereint sie pädagogische Fachkompetenz mit organisatorischer Stärke. Genau die Kombination, die wir für die Weiterentwicklung unseres Projekts brauchen!
Bereits in den ersten Tagen hat Ana die Kinder mit ihrer offenen und herzlichen Art begeistert. Sie hört zu, motiviert und schafft es, Vertrauen aufzubauen – sowohl bei den Jüngsten als auch bei den Jugendlichen. Gleichzeitig setzt sie klare Strukturen und bringt neue Ideen mit, von denen unser Alltag im Kinderheim profitiert. Ihre Leidenschaft für Bildung, ihre Erfahrung in Leitungsfunktionen und ihr Engagement für Kinder machen sie zu einer echten Bereicherung für unser gesamtes Team. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Zukunft und die neuen Chancen, die sich mit Ana an unserer Seite eröffnen!
Santa Rosa de Copán
Weiterbildung & Chancen in Santa Rosa de Copán
Auch in diesem Quartal durften wir wieder viele Menschen auf ihrem Weg zu Bildung und beruflicher Zukunft begleiten. Insgesamt nahmen 156 Personen an unseren verschiedenen Kursen teil, darunter Näh-, Coiffeur-, Schlosser- und Schreinerkurse sowie Kurse zur Automobilelektrik, Schmuckherstellung und Produktion von Duftkerzen.
Jeder Kurs vermittelt praktische Fähigkeiten, mit denen unsere Teilnehmenden ihre Familien unterstützen oder sogar ein eigenes kleines Geschäft aufbauen können. So haben beispielsweise sechs der 14 Teilnehmenden des Schlosserkurses bereits eine feste Anstellung als Schlosser gefunden. Fünf wagen den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnen ihre eigene Werkstatt. Für zwei Personen stellt der Kurs eine zusätzliche Einkommensquelle neben ihrer bisherigen Tätigkeit dar, und ein Teilnehmer nutzt das Erlernte, um sein Studium zu finanzieren.
Diese Erfolge zeigen, wie wichtig es ist, Menschen jeden Alters Ausbildungschancen zu ermöglichen. Bildung verändert Leben. Und genau das spüren wir in Santa Rosa de Copán Tag für Tag.
Leben in Unión y Esperanza (100 Häuser-Projekt)
Zusammenhalt und Verantwortung
In unserem Dorf Unión y Esperanza gilt für alle Familien eine fünfjährige Probezeit, bevor sie Eigentümer ihres Hauses werden. Die einzige Bedingung ist, sich an das Reglement zu halten und ein respektvolles Miteinander zu pflegen. Um sicherzustellen, dass alle genau wissen, worum es geht, haben unser Anwalt Gustavo und unsere Sozialarbeiterin Fabricia das Reglement den Familien in Gruppen vorgelesen und gemeinsam besprochen. So konnten Fragen geklärt und Missverständnisse vermieden werden.
Derzeit leben 96 Familien mit insgesamt 437 Personen, darunter 266 Kinder, in Unión y Esperanza. Damit das Zusammenleben funktioniert, ist es wichtig, dass jede Familie mithilft. Deshalb findet in den verschiedenen Häuserblöcken jeweils am Samstag ein Aufräumtag statt, an dem gemeinsam geputzt, gefegt und aufgeräumt wird. So bleibt unser Dorf sauber und lebenswert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Prävention. In den vergangenen Monaten haben die Männer eine sogenannte Ronda durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine regelmässige Rodung von Büschen und Gras rund um das Dorf, um so das Übergreifen von allfälligen Buschbränden zu verhindern. Anfangs stiess diese Pflicht auf wenig Begeisterung und es wurde viel gemurrt. Doch als durch eine dieser Runden ein Brand rechtzeitig entdeckt und gestoppt werden konnte, bevor er Unión y Esperanza erreichte, wurde allen die Wertschätzung dieser Arbeit bewusst. Die Dankbarkeit war gross – und das Bewusstsein, dass Sicherheit nur gemeinsam funktioniert.
Dorffest
Zum Dorfleben gehören jedoch nicht nur Regeln und Pflichten, sondern auch Freude und Gemeinschaft. Deshalb haben wir ein grosses Dorffest organisiert. Es gab einen Kleiderverkauf, Tombolas, ein köstliches Mittagessen für alle und Donuts. Zum krönenden Abschluss gab es für die Kinder eine bunte Piñata. Es war ein Tag voller Freude, Begegnungen und Zusammenhalt. Ein schönes Zeichen dafür, dass Unión y Esperanza mehr als nur ein Dach über dem Kopf ist – es ist ein echtes Zuhause.
Schule El Alpinista – Bildung als Fundament für die Zukunft
Die Schule El Alpinista bietet derzeit 290 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eine fundierte Ausbildung zu absolvieren. Damit eröffnen wir Kindern aus der Region echte Zukunftsaussichten. Der Staat unterstützt uns grosszügig, indem er zehn Klassenlehrerinnen und -lehrer sowie die Direktorin zur Verfügung stellt. Als Stiftung übernehmen wir zusätzlich die Kosten für eine Englisch- und eine Computerlehrkraft, da wir diese beiden Fächer als unverzichtbare Grundlagen betrachten. Unser Ziel ist es, dass alle Kinder sowohl Englischkenntnisse als auch digitale Kompetenzen erwerben. Diese Fähigkeiten werden ihnen später im Berufsleben entscheidende Türen öffnen. Ein besonderes Geschenk war die kreative Unterstützung von Communicaziun.ch: Sie haben für die Schule ein wunderschönes Logo gestaltet. Es ziert nun die Eingangswand und jede offizielle Dokumentation der Schule.
Schulaktivitäten
Im ersten Halbjahr fanden zahlreiche interne Aktivitäten statt, die das Miteinander fördern und die Kinder aktiv in den Schulalltag einbeziehen:
- So wählte jede Klasse einen Klassenpräsidenten und am Ende wurde sogar ein Schulpräsident bestimmt.
- Gemeinsam feierten wir den Muttertag und den Día del Medio Ambiente mit Projekten und Aktivitäten.
- Die Elternabende fanden im Freien statt.
- Ein besonderer Höhepunkt war die Auszeichnung unserer Schule El Alpinista als beste Schule der Region bei einem Cabildo Abierto Educativo des Departements Quimistán.
- Zudem wurde unsere Schule als Instituto Modelo de la Zona nominiert. Diese Ehrung erfüllt uns mit grossem Stolz und zeigt, dass unsere Arbeit Früchte trägt.
Bau Klinik und Gemeinschaftsraum
Im Mai haben wir mit dem Bau der Klinik und des Gemeinschaftsraums begonnen.
Klinik
Das Gesundheitssystem in Honduras ist sehr schwach, weshalb viele Familien kaum Zugang zu ärztlicher Versorgung haben. Die im Rahmen des Projekts „100 Häuser” geplante Klinik soll deshalb eine medizinische Grundversorgung direkt vor Ort ermöglichen und lange, beschwerliche Wege zu entfernten Kliniken vermeiden. Das Ziel besteht darin, Krankheiten frühzeitig zu erkennen, schwere Verläufe zu verhindern und dadurch sowohl die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern als auch deren finanzielle Belastung zu reduzieren. Durch staatlich bereitgestelltes Personal wird eine verlässliche medizinische Betreuung gewährleistet. Ein psychologischer Dienst ergänzt das Angebot und stärkt die Gemeinschaft langfristig.
Gemeinschaftsraum
Das Projekt „Unión y Esperanza” soll zu einer starken Gemeinschaft werden, in der sich die Bewohner aktiv einbringen und ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen können. Das Ziel besteht darin, soziale Netzwerke und Freundschaften aufzubauen, um Isolation vorzubeugen und ein unterstützendes Umfeld zu schaffen. Ein starker Zusammenhalt fördert die Solidarität und schenkt den Menschen Hoffnung und Mut.
Das geplante Community Center wird das Herzstück der Siedlung sein – ein Ort, an dem Gemeinschaft gelebt, Verantwortung geteilt und das Miteinander gefördert wird. Hier erhält jeder die Möglichkeit, sich für das Wohl aller zu engagieren. Unsere Mission ist es, einen inklusiven und einladenden Raum zu schaffen, der inspiriert und dazu befähigt, aktiv am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Dafür wird ein Multifunktionsraum für Feiern und Glaubensgruppen sowie eine funktionale Küche zur Verfügung stehen, die für gemeinsame Anlässe genutzt werden können. So entsteht ein Zentrum, das nicht nur praktisch ist, sondern auch das soziale Leben bereichert.



























































